Anhörung zur Hessischen Bauordnung: Wohnungsbau schneller, nachhaltiger und mit weniger Bürokratie

„Es ist angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt absurd, dass in Städten wie Frankfurt Bürogebäude über Jahre leer stehen, die ohne großen Aufwand als Wohnung genutzt werden könnten. Die Bauordnung fördert auch die Umnutzung von leer stehenden Bürogebäuden in Wohnraum, indem sie die Rückkehr zur früheren Nutzung besser regelt und damit den Eigentümerinnen und Eigentümern die Entscheidung erleichtert.“
Pressemitteilung der Landtagsfraktion , 8. Februar 2018. 

Die Pressemeldung in voller Länge:

Die GRÜNEN haben mit großem Interesse die Beiträge der Verbände in der Landtagsanhörung zum Entwurf der Hessischen Bauordnung zur Kenntnis genommen. „Aus meiner Sicht enthält der Gesetzentwurf wichtige Schritte, damit neue Wohnungen schneller, mit weniger bürokratischem Aufwand und zugleich nachhaltiger entstehen können“, erklärt Hildegard Förster-Heldmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag. „Anregungen aus der Anhörung, wie sich diese Ziele in der Bauordnung noch besser fördern lassen, wollen wir sorgfältig prüfen.“
„Bei Neubauten können mit der neuen Bauordnung statt Parkplätzen für Autos zum Teil Fahrradstellplätze geschaffen werden, Ladestationen für Elektrofahrzeuge können ohne Baugenehmigung errichtet werden – das sind deutliche Signale für die von uns angestrebte Verkehrswende zur umweltfreundlichen Mobilität“, erläutert Förster-Heldmann. „Vor allem aber wird es viel leichter, Bauanträge zu stellen. Vom Bauantrag bis zur Genehmigung wird ein papierloses Verfahren möglich. Diese rechtlichen Grundlagen in der neuen Bauordnung können die Kommunen nutzen – so dass in Zukunft niemand mehr im Bauamt anstehen und auf Termine warten muss. Zusammen mit einer Reihe von rechtlichen Vereinfachungen insbesondere, wenn Bauherrinnen und Bauherren bestehende Häuser aufstocken oder erweitern wollen, ist die Bauordnung eine wichtige Unterstützung im Rahmen der zahlreichen Schritte, die die Landesregierung für mehr bezahlbaren Wohnraum und eine bessere Lebensqualität unternimmt.“
Die Bauordnung fördert auch die Umnutzung von leer stehenden Bürogebäuden in Wohnraum, indem sie die Rückkehr zur früheren Nutzung besser regelt und damit den Eigentümerinnen und Eigentümern die Entscheidung erleichtert. „Es ist angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt absurd, dass in Städten wie Frankfurt Bürogebäude über Jahre leer stehen, die ohne großen Aufwand als Wohnung genutzt werden könnten.“ Begrüßenswert sei auch, dass bei der Aufstockung von Gebäuden keine neuen Parkflächen mehr geschaffen werden müssten. „So können Flächen und auch Kosten gespart werden. Menschen in der Stadt kommen dank E-Bikes und Carsharing immer häufiger ohne eigenes Auto aus.“

Foro: Oliver Stienen

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