Die Darmstädter GRÜNEN stehen für eine ICE-Anbindung Darmstadts und für eine Entlastung vom Güterverkehr.

„Wir stehen ganz klar für eine südliche ICE-Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs, die eine eingleisige Trassenführung weit entfernt von der Eschollbrücker Straße vorsieht. Sie wird als Tunnel sowie als gedeckelter Trog geführt und kann aufgrund ihrer Steigung nicht vom Güterverkehr befahren werden“, so die beiden Darmstädter Direktkandidat*innen Hildegard Förster-Heldmann und Philip Krämer. „Mit uns GRÜNEN wird es keine ICE- und Güterzüge entlang der Eschollbrücker Straße geben“
Für diese Lösung, die Mensch und Umwelt so wenig wie möglich belastet, wurde bereits 2016 in der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung eine Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Auch die Regionalversammlung hat sich für diese Streckenführung ausgesprochen. Sie wird vom GRÜNEN Darmstädter Oberbürgermeister sowie vom Bürgermeister der Kommune Griesheim und von den Landräten der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Bergstraße unterstützt. Das hessische Verkehrsministerium und die Industrie- und Handelskammer (IHK) stehen ebenfalls dahinter.

„Keine Alternative für uns GRÜNE ist die von einigen Kritikerinnen und Kritikern aktuell ins Spiel gebrachte Variante entlang der Main-Neckar-Bahn. Sie hätte eine riesige, jahrelange Baustelle quer durch die Stadt sowie einen kompletten Umbau des Darmstädter Hauptbahnhofs zufolge und würde das intakte Ökosystem des Pfungstädter Moors und das zusammenhängende Waldgebiet Täubcheshöhle im Norden der Stadt zerstören. Das wäre nicht nur ökologisch eine Katastrophe, es ist auch regionalplanerisch nicht umsetzbar“, so Förster-Heldmann und Krämer. „Dennoch ist ganz klar: Nur mit dem Ausbau des Schienennetzes ist das Klima zu schützen. Wir müssen weg vom motorisierten Individualverkehr, hin zu mehr öffentlichem, schienengebundenem Fern- und Nahverkehr. Die ICE-Anbindung hat wesentlichen Anteil an der Verkehrs-/Mobilitätswende. Sie ist ein entscheidender Beitrag zum Schutz von Mensch, Klima und Umwelt! Auch aus diesem Grund werden wir den Eingriff in den Westwald möglichst gering halten.“

Konkret sprechen drei entscheidende Gründe für die ICE-Anbindung:

Darmstadt ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Europas. Für ihre positive Entwicklung als Digital- und Wissenschaftsstadt sowie für das wirtschaftliche Vorankommen der gesamten Region ist es wichtig, sie an das europäische Fernverkehrsnetz anzubinden. Die Fern- und Güterbahnstrecke entlang der Autobahnen A5 und A67 sowie die Nordanknüpfung wurden bereits mit dem Bundesverkehrswegeplan beschlossen. „Damit der Darmstädter Hauptbahnhof als zentrale Schnittstelle zwischen Fern- und Nahverkehr nicht nur sporadisch, sondern stündlich von ICE-Zügen angefahren wird, bedarf es jedoch auch der Südanbindung. Die Entscheidung darüber wird von der Deutschen Bahn (DB) getroffen und soll bis Ende 2018 fallen. Für unsere Kommune ist sie von weitreichender Bedeutung, denn damit steht und fällt, ob Darmstadt und die Region in den nächsten Jahrzehnten mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein werden“, so die beiden.

„Zudem wird durch die ICE-Anbindung der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gestärkt“, erläutern Förster-Heldmann und Krämer. „Denn dadurch können die bestehenden Schienenstrecken, insbesondere die Main-Neckar-Bahn, für den ÖPNV frei gemacht werden.“ Davon profitieren über 100.000 Berufstätige, die täglich zwischen ihrem Wohnort und den Arbeitsplatzschwerpunkten der Region hin und her pendeln. Auch für den Universitäts- und Hochschulstandort Darmstadt ist eine enge Taktung des Nahverkehrs notwendig, da von den derzeit 45.000 Studierenden längst nicht alle im Stadtgebiet wohnen.
Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, Darmstadt und die umliegenden Gemeinden vom Güterverkehr zu entlasten. So wird der Hauptgüterverkehr nachts nicht mehr durch Darmstadt fahren. Durch diese Verlagerung wird es an der derzeitigen Strecke deutlich ruhiger.

„Wir GRÜNE stehen klar zur Stärkung der ökologischen Infrastruktur gekoppelt mit Lärmschutz für die Bevölkerung.“

Foto: Oliver Stienen

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