„Ein Paradebeispiel für genossenschaftlichen Wohnungsbau“ – Zu Besuch bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Wixhausen eG

„Es freut mich außerordentlich, dass ein Paradebeispiel für genossenschaftlichen Wohnungsbau hier bei uns in Wixhausen beheimatet ist. Der Erfolg der nun schon 70 Jahre alten Gemeinnützigen Baugenossenschaft Wixhausen eG (GWW) macht anschaulich deutlich, welche großen Vorteile diese Form des Wohnungsbaus für die Bewohnerinnen und Bewohner von Ballungsräumen bietet. Wenn man sich hier umschaut, weiß man, warum der Gedanke aktuell wieder starken Aufwind erfährt“, so Hildegard Förster-Heldmann, wohnungspolitische Sprecherin der hessischen GRÜNEN, bei ihrem Besuch bei GWW-Geschäftsführer Peter Schmitz im Wixhäuser Sängerbuchenweg. „Das genossenschaftliche Bauen ermöglicht bezahlbare Mieten und Schutz vor Gentrifizierung. Im Mittelpunkt steht nicht die Rendite, sondern der Mensch. Das ist heute, angesichts des boomenden Immobilienmarktes, wichtiger denn je. Bezahlbarer Wohnraum ist kein Luxus, sondern eine Frage der Gerechtigkeit.“

Hildegard Förster-Heldmann, Mitglied des Hessischen Landtags, und Barbara Akdeniz, Wohnungsdezernentin der Stadt Darmstadt, zeigten sich beeindruckt von der nach wie vor ehrenamtlich geleisteten Arbeit der Genossenschaft, die zu den Pionieren genossenschaftlichen Bauens in Deutschland zählt. Sie wurde bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet und war von Idee und Organisationsform her schon damals ihrer Zeit weit voraus.
Was 1948 in der Gaststätte „Zur Eisenbahn“ mit nur zehn Mitgliedern begann, ist heute ein stattliches gemeinnütziges Unternehmen mit über 177 Wohnungen, ein Sechstel davon öffentlich gefördert. Das erste Haus stammt aus dem Jahr 1958, das jüngste aus dem Jahr 2005. Alle Gebäude werden stetig modernisiert und energiesparend saniert. Mindestens ein Drittel der Mieteinnahmen fließt jährlich in die Instandhaltung. In der Geschäftsstelle wird bis heute ausschließlich ehrenamtlich gearbeitet. Drei Vorstandsmitglieder und ein Aufsichtsrat leiten und kontrollieren die Geschäfte.

„Durch den kompetenten, unermüdlichen Einsatz von Peter Schmitz sowie seiner Kolleginnen und Kollegen ist die GWW bis heute ein grundsolides Unternehmen, das in den Stadtteilen Wixhausen und Kranichstein für bezahlbaren, gepflegten Wohnraum in einem guten Umfeld sorgt. Und das nicht nur für eine Generation, sondern auch noch für deren Kinder und Kindeskinder. Solidarität, Beteiligung und Gemeinsinn, das sind die Grundpfeiler, die der GWW zugrunde liegen“, so Förster-Heldmann. „Das ist auch gesamtgesellschaftlich von hoher Bedeutung, deshalb gilt es, Genossenschaften und gemeinschaftliche Wohnformen in Zukunft noch mehr zu fördern.“

Foto: Oliver Stienen

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