Wohnungspolitik

Die hessischen Metropolen wachsen. Städte wie Frankfurt oder meine Heimatstadt Darmstadt gewinnen jährlich mehrere Tausend Einwohnerinnen und Einwohner hinzu. Damit steigt der Druck auf dem Wohnungsmarkt und im Straßenverkehr. Diesen Anforderungen gerecht zu werden, Wohnraum zu schaffen, der bezahlbar ist, die Mobilität zu organisieren und dabei nicht die Lebensqualität aus den Augen zu verlieren, ist mir ein wichtiges Anliegen, an dessen Umsetzung ich in Darmstadt schon seit vielen Jahren beteiligt bin.

Durch die Entwicklung der ehemaligen Kasernengelände, den sogenannten Konversionsflächen, entstehen in Darmstadt zurzeit ganz neue Wohnquartiere, die beispielhaft für die Stadt von morgen sind. Sie sind autoarm, verfügen über alternative Mobilitätsangebote und von Beginn an über ein etabliertes Mobilitätsmanagement. Die Einwohnerstruktur ist bunt gemischt, denn es gibt verschiedene Haus- und Eigentumsformen. Dabei sind die von der grün-schwarzen Koalition in Darmstadt beschlossenen Sozialstandards verbindlich: 25 % der neuen Wohneinheiten werden im sozialen Wohnungsbau und 20 % als sogenannter bezahlbarer Wohnraum für mittlere Einkommen errichtet. Genossenschaftliches und gemeinschaftliches Wohnen wird gefördert. Ganz so wie es auch der neue hessische „Masterplan Wohnen“ vorsieht: Familien, ältere Menschen, Studierende und Menschen mit Beeinträchtigung wohnen unter einem Dach und sind füreinander da.

Der „Masterplan Wohnen“ beinhalten aber noch viel mehr: Durch ihn stehen in Hessen bis 2020 insgesamt 1,6 Milliarden Euro für die Wohnungsbauförderung zur Verfügung, davon 257 Millionen Euro für die Förderung des Baus von bezahlbaren Wohnungen. Dank des Masterplans sollen geförderte Wohnungen bis zu 25 Jahre in der Bindung bleiben können – dafür gibt es eine höhere Förderung.

Damit die Lebensqualität nicht unter der Verdichtung leidet, müssen Wohnraum, Mobilität und Grünflachen gemeinsam entwickelt werden. In Darmstadt haben wir mit dem Gestaltungsbeirat ein Gremium aus Politik, Verwaltung, Fachleuten und Bürgerschaft etabliert, das bei großen stadtbildprägenden Bau- sowie Freiraummaßnahmen – sei es von öffentlicher als auch von privater Hand – beratend tätig ist und dabei insbesondere auf Qualität und Akzeptanz achtet.

In Hessen setzt die Landesregierung gezielt Städtebauförderung ein, um die Lebensqualität im urbanen wie im ländlichen Raum zu erhöhen. Allein durch das Programm „Soziale Stadt“ werden zurzeit 32 Projekte an 21 Standorten gefördert. Dafür wurden die Mittel auf 28,3 Millionen Euro aufgestockt. Es werden verschiedenste Bereiche berücksichtigt, wie zum Beispiel Arbeit, Infrastruktur, Wohnen, sozialer Zusammenhalt, Integration von Migrantinnen und Migranten, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, Kultur, Bildung sowie Sport und Freizeit.

Die geförderten Projekte leben davon, dass die Bewohnerinnen und Bewohner als Experten vor Ort mitbestimmen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen. In Darmstadt konnten dadurch schon mehrere Stadtteile wie Kranichstein, Eberstadt Süd und aktuell das Pallaswiesen-/Mornewegviertel positiv weiterentwickelt werden.

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Foto: Oliver Stienen